Der PSV

Entwicklung

Wie alles begann…

An den damaligen Petkuser Gutsbesitzer Ferdinand von Lochow wurde der Antrag für die Errichtung eines Sportplatzes gestellt, welcher von ihm genehmigt wurde. Dem organisierten Sportleben stand nun nichts mehr im Wege, sodass zum 11. September 1924 die Gründungsversammlung des „Petkuser Sportverein 1924″ einberufen wurde.Zu den ersten 14 Mitgliedern gehörten u.a. Ernst Stahn, Fritz Walter, Gustav Vogel, Albert Lindner und Erich Hönicke. Kapitän der Fußballmannschaft, welche auf die längste Tradition im Verein zurückblicken kann, wurde Kurt Neffien. Nachdem Karl Kostroa einen Ball gestiftet hatte, konnten erste Fußballspiele gegen „Frisch-Auf Wahlsdorf“, gegen „Union Ließen“ und „Glück-Auf Buckow“, „Hertha Dahme“ und gegen den SC Liepe 1910 stattfinden. Ein Spielerausschuss stellte die Mannschaft für die jeweiligen Partien auf. Ein Ordnungsgeld in Höhe von einer Mark im Falle der Beleidigung des Schiedsrichters oder eines Mitspielers, bzw. nach dem Genuss von Nikotin in Sportbekleidung finanzierte eine Vereinszeitung, aber auch die Unfallkasse des Klubs. Das erste Gründungsvergnügen des Petkuser SV 1924 wurde am 26.Juli 1925 durchgeführt. Im September des gleichen Jahres, nach dem Aufbau einer Gymnastikgruppe, wurde allen Mitgliedern die Pflicht auferlegt, sich an einer Übungsstunde zu beteiligen. Zum zweiten Gründungsvergnügen stellte sich bereits eine Kegelmannschaft vor. Wiederum ein Jahr später entwickelte sich das Reiten innerhalb des Vereinslebens.Dadurch entstandene Schäden auf dem Sportplatz verpflichtete sich die Jugend zu beseitigen. Leiter des ebenfalls neuen Bereichs Handball wurde Leo Baccia. Das 50. Mitglied des Vereins wurde am 2. Juli 1927 Richard Friedrich. Die sportliche Entwicklung des Vereins fand mit der Anmeldung der Fußballmannschaft zum Verband Brandenburgischer Ballspielvereine, und der damit verbundenen Teilnahme an den Verbandsspielen (Spielkleidung war Weiß/Schwarz), im September 1928 einen vorläufigen Höhepunkt; mit Stolz trug man nicht nur bei Sportveranstaltungen und Ausflügen das Vereinsabzeichen. Doch schon drei Jahre später stand der Verein vor seiner Auflösung. Die Weltwirtschaftskrise machte auch um Petkus keinen Bogen: Der Barlohn der Mitglieder war gering, die Vereinskassen leer. Die Fahrkosten der Fußballmannschaft zu den Auswärtsspielen konnten nicht mehr aufgebracht werden. In der Saison 1933/34 wurde von 13 Spielen nur Eines auswärts bestritten. Während der Zeit des Faschismus erlahmte das eigenständige Vereinsleben zusehends, sodass sich 1945 die aus dem Kriege heimkehrenden Fußballaktiven wieder zusammenschließen mussten. Petkus besaß nun zwei Mannschaften in den Kreisklassen und eine Jugendmannschaft. Aber auch die Frauen nahmen ihren Platz in der neuen Gemeinschaft ein : sie gründeten eine Handball- und sogar eine Fußballmannschaft.


Entwicklung in der DDR…

Mit dem Jugendförderungsgesetz vom 08. Oktober 1950 wurde Sport, Spiel und Erholung zum Programm für alle Schulen, Gemeinden und Betriebe. Das VEG Petkus stellte der gegründeten „BSG Traktor Petkus“ eine neue Fläche für den Sportplatz am Waldrand nach Merzdorf, diverse finanzielle Mittel, sowie einen LKW für den Spielertransport zur Verfügung. Die Sportgemeinschaft entwickelte sich zur vollen Blüte; die eingerichtete Zentralschule und ihre engagierten Lehrer legten Jahrzehnte lang den Grundstein für den sportlichen Nachwuchs. Es entwickelten sich die Sektionen Tischtennis, Gymnastik, Billard, Schach, Rad- und Motorsport, Volleyball und Handball. Mit der Gründung der Kooperativen Abteilung Pflanzenproduktion im Jahre 1972 erreichte der Pferdesport Wettkampfniveau. Die Pferde wurden in Wahlsdorf untergebracht und durch die Betriebe des Territoriums finanziert. Die Fußballmannschaft gewann mehrmals den Pokal im damaligen Kreis Luckenwalde, 1970 sogar auf Bezirksligaebene gegen Motor Hennigsdorf. Zu diesem Zeitpunkt wurde der Sportplatz an seinen heutigen Standort verlegt. Der Freizeit- und Wettkampfsport erhielt mit der Einweihung der überregional bekannten Kegelbahn am 03.11.1984 eine erneute Aufwertung. In diesem Jahr des 60-jährigen Bestehens des Sportvereins hatte die Anzahl der Mitglieder knapp die zweite Hunderter-Grenze erreicht, kurze Zeit später gar die der 300. Zur gleichen Zeit fanden die DDR -Meisterschaften der Jugend und Junioren im Pferdesport in Wahlsdorf statt. Die Starter des Petkuser SV waren unter ihrem Trainer Bernhard Pede sehr erfolgreich.


Nach der Grenzöffnung…

Die politische Wende in der DDR brachte auch den Petkuser SV in Schwierigkeiten. Die bisherigen Trägerbetriebe mussten ihre finanzielle und materielle Unterstützung weitestgehend einstellen, die Anzahl der Mitglieder verringerte sich parallel dem Wegfall der Arbeitsplätze in der Landwirtschaft. Die Nachwuchsarbeit gestaltete sich angesichts der Einstellung der 10-klassigen Oberschule und dem Mangel an engagierten Betreuern anfangs äußerst schwierig. Seit mehreren Jahren stabilisiert sich gerade auch in Zusammenarbeit mit den Eltern unter der Leitung des langjährigen Vereinsvorsitzenden Arno Petzold diese Situation jedoch wieder, so dass sich die Nachwuchsarbeit neben dem Engagement der Mitglieder und der finanziellen Unterstützung durch Sponsoren und der Gemeinde zu einer tragenden Säule des Vereins entwickelt hat. So sind mittlerweile etwa 60% aller Vereinsmitglieder Jugendliche, was sich gerade in der Abteilung Fußball positiv auswirkt.


1999

Im Frühjahr 1999 feierten wir das 75. Jubiläum des Petkuser SV. Gerade zu diesem Jubiläum konnten die C-Junioren im Fußball den Pokalsieg mit ihrem Trainer Ralf Bartz erringen.


2001

Unsere Grundschule schließt für immer ihre Pforten. Die Turnhalle ist bedingt weiter nutzbar. In diesem Jahr haben wir 112 Mitglieder, der Aufschwung im Tischtennis macht Mut für die Zukunft. Lange sollte diese Situation nicht anhalten. Die Stadt Baruth/Mark, zu der Petkus als Ortsteil gehört, verkauft 2003 das Schulgelände samt Turnhalle an einen privaten Eigentümer. Ab sofort konnte der PSV die Turnhalle nur noch eingeschränkt und gegen Entgelt benutzen.


2003

Im Jahre 2003 können sich die beiden Parteien nicht mehr preislich einigen, so dass keine Nutzung mehr möglich ist. Ausweichquartiere sind für Tischtennis der Saal der Agrar GmbH, die Volleyballer mieten sich für teures Geld in die Sporthalle der Dahmer Grundschule ein. Die Fußballspieler finden im Winter über Asyl in der Stülper Turnhalle. Nur die Kegler können ihrem Sport weiter in vollem Umfang nachgehen. Die Konsequenz aus diesen Bedingungen: immer mehr Sportler verlassen den Verein auf Grund erschwerter Trainingsbedingungen.


2007

Im Herbst 2007 findet zu diesem Thema eine Jahresversammlung des PSV mit dem Beschluss, eine neue Halle in Baruth zu beantragen, statt.


2008/2009

Vorbereitungen, Planungen, Geld beschaffen Stadtverordnete und Vorstand kämpfen in Baruth mit allen Mitteln und suchen gemeinsam mit der Verwaltung nach geeigneten Fördertöpfen. In langen und zähen Verhandlungen gelingt es uns gemeinsam mit dem Architekten Kaden und Klingbeil aus Berlin einen Bauantrag für ein Mehrzweckgebäude in Petkus vorzulegen. Zu dieser Zeit sind die Nerven vieler unserer Sportler stark angespannt, weil niemand sicher sein konnte, dass unsere guten Ideen auch bei den Behörden Gefallen finden würden. Im September 2009 sollten unsere gemeinsamen Bemühungen belohnt werden. Der erste Spatenstich löst allgemeine Freude und Hoffnung auf unsere neue Halle aus. An dieser Stelle soll nochmals allen gedankt sein, die sich für den Neubau eingesetzt haben.


2010

Am 7. Mai 2010 lädt die Stadt Baruth/Mark zum Jahresempfang mit Ministerpräsident M. Platzek in unsere neue Halle ein. Zu dieser Zeit befinden sich der Klubraum und die Sanitäranlagen nebst Nebenräumen noch im Umbau und sind für die Öffentlichkeit gesperrt. Am 1.7.2010 findet dann die erste offizielle Sportnutzung der Turnhalle statt. Kurz darauf wird die neue Abteilung Badminton ins Leben gerufen. Die Mitgliederzahlen steigen wieder und die Kinder- und Jugendarbeit ist Dank engagierter Sportler im Aufschwung. Durch Mund-zu-Mund-Propaganda gelingt es u.a. das Angebot für unser ortsansässiges Skatehotel und die Volkshochschule zu erweitern. Im Februar und März 2011 findet die Feuertaufe für die kulturelle Nutzung mit der traditionellen Männerfastnacht und der allseits beliebten Frauentagsfeier statt. Beide Veranstaltungen bestätigen uns, alles richtig gemacht zu haben. Die Petkuser und ihre Gäste belohnen viele Mühen und Anstrengungen mit ihrer Teilnahme und freuen sich mit uns Sportlern gemeinsam über die neue Mehrzweckhalle. Der Sportbetrieb hat sich inzwischen normalisiert und findet an allen Tagen regelmäßig und sehr gut besucht statt.


2011

Im Dezember 2011 lädt der Vorstand erstmals zu einer gemeinsamen Weihnachtsfeier mit allen Sektionen ein. Zusammenfassend ist festzustellen: Es gibt neue Nutzungsmöglichkeiten für Dorf- und Familienfeiern, verschiedene Turniere der Sektionen mit Gastmannschaften sind wieder möglich und die Festigung der Kinder- und Jugendarbeit in den Sektionen Fußball und Tischtennis gibt uns allen Grund hoffnungsvoll in die Zukunft zu schauen.


2012

Das Jahr 2012 steht im Zeichen der Neuwahl des Vorstandes. Am 16.11.2012 ist es soweit: Wir verabschieden unseren langjährigen Vorsitzenden Arno Petzold in den „Ruhestand“ und machen ihn zum Ehrenmitglied. Wichtige Beschlüsse für die Zukunft werden gefasst. Auf unserer zweiten gemeinsamen Weihnachtsfeier am 16.12. mit würdiger Verabschiedung von Arno Petzold und der Auszeichnung ehrenamtlich tätiger Sportfreunde wird deutlich, dass sich der Zusammenhalt der Sportler als gute Grundlage für die zurückliegenden schweren Jahre erwiesen hat.


2013

Im Januar 2013 zählte der PSV stolze 135 Mitglieder in 5 Sektionen, davon 118 Männer und 17 Frauen. Die Tendenz war und ist erfreulicher Weise weiter zunehmend. Dank unserer Partner & Sponsoren, sowie unserer eigenen Mitarbeit konnten wir unsere alte Küche in neuem Glanz in Betrieb nehmen. Ab dem 01. Februar konnten wir zudem eine Reinigungskraft für unser Objekt gewinnen. Somit war und ist gewährleistet, dass die Räumlichkeiten, Sanitäreinrichtungen und unsere Halle stets in einem sauberen Zustand sind. Bei unseren täglich stattfindenden, sportlichen Aktivitäten ist dies natürlich besonders wichtig. Im Mai fand wie jedes Jahr der traditionelle Fliesenpokal im Tischtennis statt. Dieser sportliche Höhepunkt hatte sich bereits in den letzten Jahren sehr gut etabliert. Weiterhin einigte sich der Vorstand nach einigen Diskussionen darauf, eine vereinseigene Internetpräsenz zu schaffen, um mit der Zeit zu gehen und eine digitale Anlaufstelle für Interessenten und Mitglieder zu realisieren. Im Sommer gingen wir hierbei unter der Domain www.petkuser-sv.de, auch dank der unermüdlichen Arbeit von Steffen Clauß, live. Am 13. Juli luden wir dann zu unserem Sommerfest ein. Die Wettbewerbe beim Kegeln, Torwandschießen, Säckchen werfen (Cornhole) und Bier trinken erfreuten sich hier großer Beliebtheit. Eine Hüpfburg sorgte nebenbei auch bei den kleinen Gästen für Spiel & Spaß. Außerdem organisierte die Abteilung Fußball noch ein Kleinfeldturnier. Am 24. August fanden die traditionellen Vereinsmeisterschaften im Tischtennis statt. Auf der jährlichen Mitgliederversammlung wurde sich auf eine gemeinsame Weihnachtsfeier in der Halle geeinigt, welche anschließend im Dezember stattfand. Wir nahmen dies auch zum Anlass, einige unserer Ehrenamtler zu prämieren, ohne die der Verein so nicht funktionieren würde. Seit Mitte des Jahres beschäftigten wir uns zudem mit der Planung unserer 90-Jahr-Feier in 2014. Dazu wurde ein Konzept erstellt und die ersten Vorbereitungen getroffen.